
Der 18. Juli 2010 wird allen Anwohnern in Erinnerung bleiben. Der Höhepunkt der Kulturwochen im Rahmen von "RUHR.2010" hätte sich wohl kaum besser präsentieren können. Strahlender Sonnenschein und ein Besucherstrom, an den nur wenige geglaubt haben, machten die bunte Veranstaltung auf der A40 zu einem historischen Ereignis.
Von Duisburg bis Dortmund war einen Sommertag lang die Autobahn 40 voll gesperrt. Motor-Fahrzeuge hatten keinen Zutritt. Reserviert war die Autobahn-Strecke für Fußgänger und Radfahrer. Zwei Millionen Menschen waren auf der Strecke unterwegs. Viele hatten es schwer, Zugang zum "Ruhr-Schnellweg" zu finden, da bereits die Zufahrtstraßen überlastet waren. | |
Natürlich nutzten die meisten Siedler vom Werthacker die Gelegenheit, die Autobahn ungefährdet betreten zu dürfen. Kurator Markus Ambach hatte dafür gesorgt, dass einige Tische für die Siedler bereit standen. Die Hausfrauen hatten reichlich Brote, Frikadellen, Salate und Kaffee herbeigetragen. Außerdem konnte der von den Bienen an der Pumpstation - gleich auf der anderen Straßenseite - erzeugte Honig probiert werden. | |
Die Anwohner der Werthacker-Siedlung hatten mit dem Stellplatz ihrer Tische großes Glück: Unter der Autobahnbrücke war für den an diesem sonnigen Tag sehr willkommenen Schatten gesorgt.  | ![]() |
Von der Brücke am Schwiesenkamp hatten die Zaungäste einen außergewöhnlichen Ausblick. An anderen Tagen rollen hier motorisierte Kleinwagen und Laster. Einen Tag lang durfte man sich hier nur zu Fuß oder per Pedal bewegen. | |

Gemeinsam mit den angereisten Alt-Pfadfindern formierten sich einige Siedler zu einer Gesangsformation, die unter der Autobahnbrücke das Steigerlied intonierte.
Unter der Brücke bei den Siedlertischen bot sich ein Podest zur Verwendung als Bühne an. Die jungen Tänzerinnen der "Junior Academy" sorgten hier für Unterhaltung. | ![]() |
Damit hatten viele nicht gerechnet: Fahrrad-Stau auf der Autobahn! Überraschend war zu sehen, wieviele Fahrräder es in Duisburg und Umgebung tatsächlich gibt. Einige Besucher hatten bereits Schwierigkeiten mit dem Drahtesel anzureisen, da die Radwege in der Stadt verstopft waren. Doch auf der A40 sah man sich einer noch größeren Front von Zweiradfahrern gegenüber. Dennoch wurden nur wenige unbedeutende Unfälle auf der Radfahrerspur gemeldet. | ![]() |
Eine Spur für Fußgänger, Frühstücks-Genießer und kulturelle Darbietungen - die andere für die Radfahrer oder auch Roller-Skater. So stellte sich der Blick aus dem Hochbunker in Richtung Südosten (Mülheim) dar. Bis zum Morgen hatten die 11.000 Helfer entlang der 60 Kilometer Strecke wieder alle Hände voll zu tun, um die Autobahn für den Berufsverkehr am Montagmorgen wieder zu reinigen und freizugeben. | ![]() |
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